
Kronen Zeitung
FC RED BULL SALZBURG
Das Aus von Beichler war erst der Anfang
Nach einem blamablen Frühjahr ist das Trainerteam um Chef Daniel Beichler beim FC Red Bull Salzburg Geschichte. Geschäftsführer Sport Marcus Mann plant den totalen Neustart beim einstigen Serienmeister, will sich dabei aber auch die nötige Zeit lassen.
Montagvormittag verkündete Ex-Fußball-Serienmeister Salzburg das Unumgängliche: Daniel Beichler ist bei den Bullen Geschichte!
Der Trainer wurde einen Tag nach der peinlichen 1:3-Heimniederlage gegen Hartberg freigestellt, seine Amtszeit als Chefcoach der Mozartstädter endete damit nach nur 14 Spielen. Seit dem Einstieg von Red Bull im Jahr 2005 wurde – Interimslösungen ausgenommen – ein Trainer noch nie schneller wieder verabschiedet. „Leider waren die Wochen unter Daniel Beichler als Cheftrainer nicht so, wie wir uns das erwartet hatten“, erklärte Sportboss Marcus Mann in einer Aussendung die Entscheidung.
1,07 Punkte im Schnitt unter Daniel Beichler
Die mehr als verständlich ist, wenn man einen Blick auf die Statistiken des Steirers wirft. Der 37-Jährige hat das Team Mitte Februar auf Platz eins übernommen, die Saison aber nur auf Rang drei beendet. Zudem blamierte man sich unter seiner Leitung im Halbfinale des ÖFB-Cups daheim gegen Außenseiter Altach (0:1). Von den 14 Partien mit ihm an der Linie gewann Salzburg nur vier, gleich sieben davon gingen verloren. Pro Match holte er mit seiner Truppe durchschnittlich mickrige 1,07 Punkte – eine katastrophale Bilanz!
Neben Beichler muss auch eine Bullen-Legende das Feld räumen: Publikumsliebling Zlatko Junuzovic, der seit Oktober Teil des Trainerstabs war. Ebenfalls weg ist „Co“ Raphael Ikache. Er kehrt in die Akademie in Liefering zurück.
Mann: „Ich fange nicht bei null an“
Das Aus von Beichler und Co. war nur der Anfang des totalen Umbruchs, den Sportboss Mann bei den Salzburgern vollziehen wird. „Wir wollen die neue Saison mit einer ganz neuen sportlichen Führung beginnen“, erklärte der 42-Jährige, der damit binnen drei Monaten den zweiten Salzburg-Coach vor die Tür setzte. Erst Mitte Februar musste Thomas Letsch die Koffer packen. Zum Vergleich: Dem Deutschen waren im Schnitt noch 1,55 Punkte gelungen.
Bei der Nachbesetzung will sich der Boss die nötige Zeit lassen. In der laufenden Woche ist keine Entscheidung zu erwarten, erklärte er. Aber: „Ich habe den Trainermarkt im Blick und fange nicht bei null an.“ In vier Wochen nehmen die Bullen die Vorbereitung für die kommende Spielzeit auf. Dabei wird es nicht nur im Trainer- und Betreuerstab einige neue Gesichter zu sehen geben. Auch in der Mannschaft soll sich einiges tun. Das betonte Mann bereits in den vergangenen Wochen und Monaten mehrfach.
Dem Sport-Geschäftsführer ist längst klar, was auch dem letzten Bullen spätestens seit dem letzten Saisonspiel bewusst sein muss: So wie in den vergangenen drei Jahren kann es nicht weitergehen. Ein Schnitt ist unumgänglich!
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